OOOOOOMMMMMM

 

HALLO IHR

Ich melde mich, wie versprochen, aus dem Meditations-Selbsterfahrungs-Camp.

 

2 Wochen habe ich jetzt schon geschafft. Ich habe es wirklich konsequent jeden Tag gemacht. Schon das macht mich echt stolz. Ich war ja letzte Woche schon ganz zufrieden, wie Ihr bestimmt gelesen habt, aber diese Woche hat mir doch ein paar weitere, tolle Erkenntnisse gebracht.

 

Zuerst fing es damit an, dass ich mir eine doofe Erkältung mit Schnupfen, Husten und Niesen eingefangen hatte. Die Tatsache an sich ist schon unangenehm, aber in Verbindung mit meinem Wunsch, meditieren zu wollen fand ich es richtig störend. Jedes Mal, wenn ich mich zurückzog und mich bereit machte, fing es an…….Kitzeln in der Nase, Kratzen im Hals, der Drang husten zu müssen, das Naselaufen…..

 

Ich fühlte mich total von mir selber gestört. Ich dachte mir, wenn ich dem nachgebe, dann kann ich es auch gleich sein lassen. Wenn es erst einmal unterbrochen ist, braucht man (also ich) nicht weiter zu machen.

Was für eine fatalistische Einstellung! Wer sagt denn sowas?

Wie viel Aufmerksamkeit schenkte ich plötzlich meinen körperlichen Missempfindungen. Ich wurde immer unruhiger auf meinem Stuhl. War schon fast sauer auf mich selber. So saß ich da und konnte irgendwann weder das Husten noch das Niesen zurückhalten. Und was geschah?

 

Nichts, einfach nichts.

 

Mein Meditationshelfer (so nenne ich ihn) machte einfach weiter (okay, er kommt ja auch vom Band).

Ich hörte weiter zu und nahm die Störung als das, was sie war. Einfach als einen Moment.

 

Da kam ich für mich ins Grübeln….kennt ihr das auch, dass ihr kleinen Dingen eine zu große Wichtigkeit einräumt? Dass ihr auf alles reagieren müsst? Dass Gelassenheit ein Wunschgedanken, aber noch keine in euch verankerte Tugend ist?

„Störungen haben Vorrang“ habe ich in meiner Ausbildung gelernt. Was ich jetzt begriffen habe ist, dass sie zwar Vorrang haben (so ein unterdrückter Husten ist echt unangenehm), aber dass sie auch nur ein Moment sind und dass sie mich nicht von meinem Weg abbringen müssen.

Was bedeutet das für mich nun weiter?

Störungen nehmen sich den Vorrang, sie fragen nicht danach. Alle Bedürfnisse, Gefühle und Impulse, die nicht geklärt sind, bleiben unterschwellig bestehen und blockieren uns im Hier und Jetzt. Letztlich kommen Zwischenfälle immer wieder vor und machen unser Leben damit unberechenbar.

Bevor also der Ärger über mich selbst, mir die Lust am Weitermachen nimmt, bewerte ich die Störung als das, was sie ist: NUR eine Störung.

Spannend, was in meinem Kopf so geschieht.

Ich freu mich auf schon auf die letzte Woche und ich hoffe, Ihr hattet ein bisschen Spaß beim Lesen.

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